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Güterbahnhof der Kulturen

Als modernisierter Vertreter der westlichen Zivilisation sollte man momentan angesichts der Vorg?nge in der arabischen Region dieser Welt vor lauter sich-an-den-Kopf-fahren zu nichts anderem mehr kommen.
Europ?ische Botschaften werden gest?rmt, die entsprechenden Flaggen verbrannt und Menschen kommen nach Feuergefechten ums Leben, weil, ja weil ein zynischer Karikaturist ein Zeichen gegen die Selbstzensur und die zunehmende Tabuisierung islamischer Themen betreffend setzen wollte.
Der arme Kerl. Er tut mir wirklich und ehrlich leid. Niemand konnte ahnen, was er mit seinen Zeichnungen ?ber den islamischen Propheten Mohammed anrichten w?rde.
Und wie bereits gesagt, mit unserer westlicher Mentalit?t und dem, was wir gemeinhin als 'gesunden Menschenverstand' bezeichnen, gepaart mit unserem selbstverst?ndlichen Verst?ndnis f?r Pressefreiheit kann es uns nur absurd vorkommen, wie manche Anh?nger der Islams reagieren.
Das Problem? Die unterschiedlichen Kulturen. Wir verstehen einander nicht. So einfach ist das.

Hierzulande lebt man in einer pluralistischen Gesellschaft. Religions-, Presse-, Meinungsfreiheit und eine weitgreifende Toleranz erm?glichen eine Lebensweise, die sowas von individuell sein kann, wie nur denkbar. Teilweise sogar so individualistisch, dass manche Existenzen an ihrer ach-so-viel-beschworenen Selbstverwirklichung scheitern.
In der islamisch gepr?gten Welt lebt man eingleisig. Alles ist Gott gegeben und wird so hingenommen. Der Koran wird des ?fteren so ausgelegt, dass Gott keiner Rechenschaft schuldig ist und seine Entscheidungen nicht hinterfragt werden d?rfen. Zwar l?sst der Koran auch durchaus andere Interpratationen zu, die genannte ist aber am weitesten verbreitet und wird ?ber gro?e Strecken auch gelebt.
Nebenbei bemerkt, ich pauschalisiere hier und Pauschalisierungen sind generell abzulehnen (Was f?r eine Pauschalisierung). Im Klartext beziehen sich meine ?u?erungen also nat?rlich nicht auf jeden einzelnen noch auf alle Islamanh?nger im Gesamten. So. H?tt ich mich da auch wieder rausgeredet. Nicht dass noch jemand wegen mir ne Fahne anz?nden muss.
Aber wie gesagt, das Leben der meisten Erdenbewohner im arabischen Bereich derselben richtet sich nach ihrer Religion, und wenn dann richtig, soll hei?en alles. Nicht nur wie bei uns Sonntags in die Kirche gehen und unter der Woche ist alles vergessen, nein, das ganze Leben steht im Einklang mit dem Glauben und dieser gibt eben die eine Richtung vor. Die einzig richtige, wie man meint. Eingleisig eben.
W?rde man die westliche Gesellschaftsform auf das Gleismodell ?bertragen, w?re die Folge ein Schienennetz, dass unsere Vorstellungskraft ?bersteigt. Religion ist nicht Hauptbestandteil unseres Lebens. Der Islam aber sehr wohl der, der meisten Araber.

Und die Beziehung zwischen den beiden Kulturen hockt sowieso auf einem Pulverfass. Das war schon so, als man Israel mit dem Rotstift auf der Landkarte einzeichnete, als die USA sich berufen sahen die Welt zu demokratisieren und nebenbei die Achse des B?sen schmiedete, als Al-Qaida im wahrsten Sinne des Wortes ein Flugzeugbombardement veranstaltete und die Bahngleise der pluralistischen Gesellschaft Madrids durcheinanderwirbelte.
Der dritte Weltkrieg ist sicher. Und es wird kein Krieg zwischen L?ndern, sondern ein Krieg zwischen zwei Kulturen. Es ist alles nur ein Frage der Zeit.

In diesem Sinne, auf die Zugkunft.
7.2.06 23:19
 


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